Kinderarbeit
ist in vielen Ländern Afrikas an der Tagesordnung. In der Regel zwingt Armut die Kinder zum Arbeiten, könnte die Familie ohne den Lohn oder die Arbeitskraft der Kinder nicht überleben. In vielen Fällen ist es Teil der Erziehungsnormen, dass Heranwachsende schon im jungen Alter eine Fülle von Aufgaben übernehmen.
Doch die Grenze ist schnell überschritten
Auf dem Lande ist es vielfach üblich, seine Kinder zu Verwandten in die Stadt zu schicken. Man hofft, dass sie es dort besser haben. Dass sie bei den Verwandten in vielen
Fällen nur ausgenutzt werden und oft schwerer arbeiten als zu Hause, wird toleriert. Kinder die von ihren Verwandten weglaufen, landen dann auf der Straße und müssen sich dort ihr Überleben sichern. | |
Kinderhandel
In zunehmenden Maße werden Kinder heutzutage nicht mehr den Verwandten mitgegeben,
sondern fremden Menschen, die mit Geld nachhelfen. Diese
"gekauften Kinder", müssen dann - vielfach in Nachbarländern - ohne Lohn auf Plantagen, Baustellen, Werkstätten oder in Haushalten arbeiten.
Und nicht selten werden aus diesen Kindern, auch Kindersoldaten.
So hat sich in den letzten Jahren ein Ring von Schleppern und Zwischenhändler organisiert, die diesen modernen Kinderhandel betreiben.
Kinder werden entwurzelt
Verschleppte Kinder haben oft jahrelang keinen Kontakt zu ihren Familien
oder ihre Spur verliert sich völlig.
Für die Kinder bedeutet diese Verschleppung unermessliches Leid. Sie werden entwurzelt und ihrer kulturellen Identität beraubt.
Ihre Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Sie werden physisch, psychisch und sexuell misshandelt und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt und zwar mit verheerenden Folgen, für ihre weitere Entwicklung. | |