Der Prozess der jetzigen Wirtschaftsreform, hat für die Menschen auf dem Land aber kaum Verbesserungen gebracht, da die Regierung nur wenig Geld für Wohlfahrt und Gesundheit ausgibt. Daneben gibt es ernste Probleme mit der Krankheit AIDS, das nach manchen Schätzungen rund 25% der Bevölkerung betrifft.
Dennoch, die Menschen geben die Hoffnung nicht auf, ganz im Gegenteil. Sie versuchen mit dem Einsatz all ihrer Kräfte ihr Leben zu meistern.

In Uganda, wie auch in anderen Entwicklungsländern ist das Fahrrad die einzige Möglichkeit der Kurzstrecken-Beförderung von Gütern u. Menschen und bietet darüber hinaus, ein direktes Einkommen.
Beförderung landwirtschaftlicher Güter
Mit dem Fahrrad können landwirtschaftliche Erzeugnisse auf den Markt gebracht werden. Das Fahrrad kann die Wirtschaftlichkeit kleiner Bauern erheblich verbessern. Der Bauer kann seine Produkte in einer Ladung von bis zu 200 Kilo befördern und ist somit viel schneller und billiger als sonst. Er hat mehr Zeit für seinen Hof, und die Waren kommen frischer auf den Markt.
Frauen profitieren
Es bleibt meistens den Frauen überlassen, das Land zu bestellen, das Trinkwasser zu holen und wenn sie alleinstehend sind, auch ihre Ernte zum Markt zu tragen. Lasten die Frauen normalerweise auf dem Kopf tragen, wiegen in der Regel über 20 kg. Solche Lasten, von klein auf zu tragen - oft mehrere Stunden am Tag - führt nicht selten zu schweren Rückenerkrankungen. Auf einem Fahrrad dagegen können Frauen die doppelte oder dreifache Menge leicht und sicher befördern. Wenn die Frauen vom stundenlangen Marschieren und Schleppen befreit sind, können sie diese Zeit produktiver nutzen, d.h. in vielen Fällen ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften.
Das Fahrrad sichert Arbeitsplätze
In den meisten ländlichen Gebieten in Uganda gibt es keine öffentlichen Transportmittel, hier ist das Fahrrad-Taxi, die einzigste Alternative. Auch gibt es für junge Menschen auf dem Land kaum Arbeitsplätze. Dieser Mangel fördert die Landflucht junger Menschen in die Städte. Mit einem Fahrrad-Taxi - als selbstständige Unternehmer - können junge Menschen nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch die ihrer Familien sichern.