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  Indien: Kinderpatenschaften / Hintergrund
Kinder in Tamil Nadu brauchen Hilfe

DOVE-Kinderheim
Zuflucht für 120 Kinder

Alle Kinder kommen aus ärmsten Familien, die sich nicht einmal den Schulbesuch ihrer Kinder leisten konnten. Heute gehen - dank vieler Paten - alle Kinder regelmäßig zur Schule und werdem im Kinderheim fürsorglich betreut. DOVE unterstützt weitere 130 bedürftige Patenkinder, die bei ihren Familien leben.

Kinder in Tamil Nadu

Hintergrund: In Indien steht neben massenhaftem Wohlstand, erbärmlichste Armut. Vieles wird getan gegen die Armut und die Ausbeutung von Kindern. Vieles ist in Bewegung geraten, einige Erfolge wurden erzielt.
Dennoch, unzählige arme Familien können sich nicht einmal den Schulbesuch ihrer Kinder leisten, sondern sind auf die Arbeitskraft ihrer Kinder angewiesen um überleben zu können.

Kinder schuften wie Sklaven. Vielfach ist nur ein mageres Essen, der Lohn stundenlanger Arbeit. Diese ausbeuterische Arbeit ist nicht zu verwechseln mit der Mithilfe der Kinder im Familienverbund. In diesem Rahmen wachsen sie langsam in ihre Rolle hinein und übernehmen Schritt für Schritt Verantwortung.

Jedes Kind ist es wert, aus seiner erbarmungswürdigen Ausbeutung befreit zu werden.

An dieser Situation will Development of Village Education (DOVE), die Partnerorganisation vor Ort, im Distrikt Thoothukudi (Bundesstaat Tamil Nadu) etwas ändern.

Mit Kinderpatenschaften soll Kindern und deren Familien geholfen werden, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Familien soll die Hilfe an die Hand gegeben werden, die es ihnen ermöglicht ihre Kinder gesund zu ernähren, zu kleiden, zur Schule zu schicken und im Krankheitsfall medizinisch behandeln zu lassen.

Mädchen sind benachteiligt

Durchschnittlich kommen auf 1.000 Männer nur 921 Frauen. Auf allen Altersstufen weisen Mädchen eine höhere Sterblichkeit auf, hauptsächlich da für sie seltener medizinische Versorgung in Anspruch genommen wird und sie öfters mangelernährt sind.
Kleine Mädchen werden weniger eingeschult und brechen die Schule öfters ab, besonders in den ländlichen Gebieten.

Die Analphabetenrate bei den Frauen beträgt ca. 60 % - im Vergleich zu ca. 30 % bei den Männern. Hier gibt es allerdings große regionale Unterschiede.

Armut auf dem Land

Auch die Armut auf dem Lande hat sich verstärkt, und dies, obwohl Selbstversorgung bei Nahrungsmitteln erreicht wurde und Indien schwere Hungersnöte und Epidemien meistern kann. Es ist eine Frage der Verteilung: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.

Situation im Projektgebiet, in Tamil Nadu    Tamil Nadu bei Wikipedia

Eine Mahlzeit am Tag ist für viele Menschen ein Reichtum Jeder Tag beginnt für die Menschen im Projektgebiet, mit der Hoffnung Arbeit zu finden. Ob als Tagelöhner auf den Feldern reicher Bauern, in den Palmplantagen, auf dem Bau oder als Straßenfeger, egal - Hauptsache sie verdienen täglich das Notwendigste zum Überleben. Knapp 1 Euro erhält eine Frau, die den ganzen Tag auf dem Bau arbeitet.
Über 70 % der Schulkinder gehen nur zur Mittagszeit zur Schule. Dann gibt es dort einmal pro Tag eine warme Mahlzeit. Zu Hause gibt es nur zu Essen, wenn das Geld reicht. Kindern die ein Elternteil oder Mutter und Vater verloren haben, geht es noch schlechter. Sie müssen dann in der Regel allein um ihr Überleben kämpfen.

Jedes Kind, das in einer guten Schule lernt was es zum Leben braucht,
wird mit Zuversicht in die Zukunft schauen können.
 
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